Unfall - Freizeit, Sport oder Verkehr

In Österreich werden jährlich etwa 800.000 Unfälle registriert, 3.000 Unfälle haben einen tödlichen Ausgang.

Fast 60 % aller Unfälle passieren im Heim- und Freizeitbereich bei Haushalt, Gartenarbeit und Hobby. Die häufigste Todesursache im Kindesalter sind Unfälle.

Verkehrsunfall...

Etwa 80.000 Verkehrsunfälle gibt es jährlich. Zur Vermeidung von Unfällen gehört sicheres und defensives Fahren ebenso wie die Gewährleistung der Funktionstüchtigkeit des Fahrzeugs und die richtige Bereifung. Alkohol, Übermüdung und Selbstüberschätzung sind nach wie vor die Hauptursachen für schwere Verkehrsunfälle. Im Straßenverkehr kommt der Hilfe Verunglückter durch andere Verkehrsteilnehmer besondere Bedeutung zu. Wenn Sie zu einem Unfall kommen, beachten Sie folgende Grundregeln:

  • Halten Sie an und sichern Sie die Unfallstelle mit Warnblinkanlage und Pannendreieck ab. Stellen Sie das Pannendreieck in ausreichendem Abstand ca. 150 m von der Unfallstelle auf.
  • Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Situation (Anzahl Verletzte, Lebensfunktionen, Feuer).
  • Stoppen Sie weitere Verkehrsteilnehmer zur Hilfe und zur Alarmierung (siehe Notruf) der Einsatzkräfte.
  • Bergen Sie die Verletzten soweit möglich aus der Gefahrenzone und beginnen Sie mit den Erste-Hilfe-Maßnahmen.
  • Bekämpfen Sie eventuelle Brände am Unglücksfahrzeug (falls möglich).
  • Weisen Sie die Einsatzkräfte ein und geben Sie ihnen alle notwendigen Informationen.
  • Erste Hilfe kann man nicht aus einer Broschüre lernen. Besuchen Sie einen Kurs.

Sportunfall, Freizeitunfall

Unter den Sport- und Freizeitunfällen führen alpine Sportarten vor Fußball. Sport ist gesund. Richtige Ausrüstung, richtige Selbsteinschätzung und Rücksicht aufeinander sind aber notwendig, will man nicht im Krankenhaus enden. Am Anfang jedes Sportes steht das Aufwärmen!
Für das Schifahren und Snowboarden gilt:
  • Kontrolliert fahren, Geschwindigkeit und Fahrlinie auf das eigene Können, das Gelände, die Schneeverhältnisse und das Wetter anpassen.
  • Nehmen Sie Rücksicht auf die anderen Schifahrer. Vorrang hat immer der vordere und langsamere Schifahrer! Halten Sie Abstand.
  • Fahren Sie nicht in gesperrte Hänge ein (Lawinengefahr ist Lebensgefahr!).
  • Auch beim Sport gelten 0,5 ‰!
Wenn beim Spuren im Neuschnee Risse in der Schneedecke zu beobachten sind, herrscht erhöhte Lawinengefahr. Ebenfalls ein Warnzeichen sind plötzliche zischende Geräusche in der Schneedecke. Bei Touren abseits der Piste im Tiefschnee nehmen Sie ein Verschütteten-Suchgerät, eine Rucksackschaufel und eine Tourensonde mit. Geben Sie die Hände nicht in die Stockschlaufen, um im Notfall die Stöcke schnell loslassen zu können. Wenn Sie eine Lawine überrollt, geben Sie die Hände vor das Gesicht.
Auch für die Wanderer gilt: Nur gut ausgerüstet in die Berge, keine Selbstüberschätzung!
Jährlich kommen etwa 100 Menschen beim Wandern und Bergwandern ums Leben, der Großteil durch Herz-Kreislauf-Versagen!

Weitere Information

Alpin-Ratgeber des Österreichischen Bergrettungsdienstes (Link dazu im K-Kreis).