Tag des Zivilschutzes

  • Tag des Zivilschutzes © Die Helfer Wiens

Wir feiern heute den Tag des Zivilschutzes, welcher jährlich am 1. März stattfindet. Dieser Tag wurde 1990 von der Internationalen Zivilschutzorganisation (ICDO) initiiert, um der Weltöffentlichkeit die Bedeutung des Katastrophenschutzes bewusst zu machen und das Bewusstsein für Prävention und Selbstschutz zu stärken.

Zur Geschichte des Zivilschutzes in Wien: Im Jahr 1964 wurde der Wiener Zivilschutzverband gegründet. 1998 benannte sich der Wiener Zivilschutzverband in „Die Helfer Wiens“ um. Im Jahr 2003 wurden „Die Helfer Wiens“ in das Wiener Katastrophenhilfe- und Krisenmanagementgesetz aufgenommen. Übrigens im Jahr 1989 wurde der K-Kreis gegründet, eine weltweit einzigartige Verbindung von freiwilligen und beruflichen Wiener Hilfs- und Einsatzorganisationen sowie sämtlichen sicherheitsrelevanten Dienststellen der Stadt Wien, ihr nahestehenden Unternehmen und privaten Partnerinnen und Partnern.

 

Zivilschutz in Österreich - Von den Anfängen bis heute!

Bis in die Mitte der 1980er-Jahre wurde Zivilschutz ausschließlich als "Schutz der Zivilbevölkerung vor kriegerischen Ereignissen" verstanden. Der Zivilschutz war als Kern der "Zivilen Landesverteidigung" in das Konzept der „Umfassenden Landesverteidigung“ integriert, dem die Ost-West-Konfrontation zu Grunde lag.

Über Initiative des BMI wurde 1985 begonnen, dem Zivilschutz in Österreich ein neues Leitbild zu geben. Zivilschutz wurde zunehmend auf den Schutz vor zivilen Katastrophen ausgerichtet, der militärische Aspekt trat in den Hintergrund. Auch dem Selbstschutz und der Aufklärung der Bevölkerung über Selbstschutzmaßnahmen wurde ab diesem Zeitpunkt mehr Beachtung geschenkt.

Mit Ende des Kalten Krieges haben sich die sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen stark gewandelt. An Stelle eines militärischen Bedrohungsbildes traten globale sicherheitspolitische Herausforderungen wie die Weiterverbreitung von Massenvernichtungswaffen, der internationale Terrorismus, organisierte Kriminalität, Umweltprobleme, technologische Risiken, Epidemien und ähnliche Phänomene.

Zivilschutz wird heute in Österreich definiert als „Gesamtheit aller Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor Gefahren, die von Naturereignissen sowie technischen, terroristischen oder kriegerischen Ereignissen ausgehen“. Katastrophenschutz wird als „Gesamtheit aller vor Eintritt einer Katastrophe getroffenen Maßnahmen in der Katastrophenvermeidung und Katastrophenvorsorge“ verstanden.

Ausgehend von Deutschland und der Schweiz, etabliert sich immer mehr der Begriff „Bevölkerungsschutz“ als Überbegriff für Zivil- und Katastrophenschutz. Der Begriff Zivilschutz wird in diesem Zusammenhang wieder in seiner ursprünglichen Bedeutung verstanden und durch den Begriff Katastrophenschutz für Natur- und technische Ereignisse ergänzt.

Quelle: BMI

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