Blackout

Für längere Stromausfälle, wie bei einem Blackout, kann man vorsorgen.
Wie könnte ein längerfristiger und großflächiger Stromausfall entstehen?
Welche möglichen Folgen hat ein Blackout für die Bevölkerung?
Was macht Ihren Haushalt krisensicher?

 

Wie erkenne ich ein Blackout?​

  • Check der eigenen Stromversorgung (FI-Schalter im Sicherungskasten)
  • Check meiner Umgebung (Licht bei Nachbarn, Straßenbeleuchtung)
  • Check der Erreichbarkeit anderer Personen (Handy, Festnetz, Internet)
  • Check Verkehrsfunk (Ö3, Radio), ob Tunnel gesperrt werden müssen

 

Was ist zu erwarten?

Bis in Österreich wieder überall eine Stromversorgung verfügbar ist, wird wahrscheinlich ein Tag vergehen. Für ganz Europa wird mit etwa einer Woche gerechnet. Aber das ist nicht alles. Denn bis danach Handy, Festnetz und Internet wieder funktionieren, werden nochmals mehrere Tage vergehen. Erst dann kann die Versorgung mit lebenswichtigen Gütern wieder breit anlaufen.

 

Die Phasen eines europaweiten Strom- und Infrastrukturausfalls ("Blackout"):

3 Phasen Blackout ©Die Helfer Wiens

 

Was funktioniert nicht mehr?

Alle vernetzten, von der Stromversorgung abhängigen Infrastrukturen, wie zum Beispiel:

  • Telefone, Handy, Internet, Bankomat, Zahlsysteme
  • Tankstellen, Ampeln, Tunnel
  • Bahnverkehr, viele Öffis, Aufzüge, Lifte, Hebewerke

Damit fällt auch die Versorgung mit Lebensmitteln, Hygieneartikeln, oder Medikamenten aus. Vereinzelt muss auch mit Problemen bei der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung gerechnet werden. Im eigenen Haushalt sind vor allem Licht, Kühlgeräte und die meisten Heizsysteme betroffen. Notrufe können nicht mehr abgesetzt werden.

In Wien ist für 95% der Haushalte aufgrund der Gravitation die Wasserversorung gewährleistet. Auch die Abwasserentsorgung stellt in Wien für die meisten Haushalte keine Probleme dar.

In Städten kann es durch den Ausfall von Ampeln zu einem Verkehrschaos kommen.

 

Was funktioniert noch?

Nur das, was man vorbereit und auch wirklich verfügbar hat! Hilfe von außen ist nicht möglich. Einkaufen funktioniert auch nicht mehr, weil technische Systeme ausfallen und die Logistik zusammenbricht.

Überlegen Sie bitte selbst, was Sie für rund zwei Wochen alles benötigen, um gut über die Runden zu kommen. Welche besonderen Bedürfnisse gibt es in Ihrem Haushalt (Kleinkinder, Pflege, Haustiere, etc.)? Wichtig ist auch, die Kühlgüter rasch zu verbrauchen, damit sie nicht verderben.

Eine Checkliste mit der Sie Ihren Haushalt sicherer machen können finden Sie weiter unten zum Download.

 

Was sollte ich unverzüglich in Angriff nehmen?

Überlegen Sie gemeinsam mit Familie und Freunden, welche Probleme enstehen können und welche Lösungsmöglichkeiten vorbereitet werden können.

Beispiele dafür sind:

  • Bevorratung für 2 Wochen sicherstellen
  • Erste-Hilfe-Kurs absolvieren
  • Einen Treffpunkt vereinbaren, wo man sich trifft, wenn kein Verbindungsmmittel mehr funktioniert (etwa mit den Kindern, die in der Schule oder anderswo außer Haus sind)
  • Sich mit Nachbarn zusammentun und gewisse Ressourcen gemeinsam nutzen bzw. auf hilfsbedürftige Menschen schauen

Sie sollten für den Ernstfall vorsorgen und für einen krisenfesten Haushalt bevorraten!
Auch wenn alles wieder funktioniert, wird es dauern, bis Normalität eintritt!

 

Wie geht es nach einem Blackout weiter?

Was genau alles in Folge eines Blackouts passieren wird, weiß niemand. Sicher ist aber, dass wir nicht mehr so schnell zur gewohnten "Alltags-Routine" zurückkehren werden.

Wichtig ist, dass wir eine solche Krise nur gemeinsam bewältigen können und dass es auf jede Einzelne, jeden Einzelnen von uns ankommt, um die schwerwiegenden Folgen eines Blackouts zu meistern.

Das beginnt bei der Vorsorge und setzt sich beim Zusammenhelfen in der Krise fort. Selbstorganisation in der Nachbarschaft und in der Gemeinde sind dann gefragt!

Entscheidend für eine sichere Bewältigung eines Blackouts ist aber, dass die Bevölkerung selbst vorgesorgt hat und richtig handelt. Wie stark ein Blackout unser Leben in Mitleidenschaft zieht, hängt von jedem und jeder selbst ab.

 

 

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