SOS - der Knopf der Leben retten kann

Im Schnitt gehen täglich 25 Notrufe bei den Kolleg*innen der ASFiNAG in den neun Verkehrsmanagement-Zentralen ein. Auf dem gesamten Straßennetz der ASFiNAG gibt es Notrufsäulen, sei es auf den Autobahnen, den Schnellstraßen oder den Tunneln. Diese werden einmal im Quartal von den Mitarbeiter*innen in der elektromaschinellen Erhalten kontrolliert, gewartet und auf ihre Funktionen überprüft.

Über 6.500 solcher Notrufmöglichkeiten gibt es Insgesamt:

  • Alle zwei Kilometer pro Richtungsfahrbahn im Freiland
  • Alle 125 Meter in Tunneln
  • Und natürlich auch auf den Rastplätzen

Achtung: Überqueren Sie niemals die Autobahn um einen Notruf abzusetzen. Die Notrufsäulen sind auf der Fahrbahn immer paarweise gegenüberliegend angebracht. Am Weg zur Notrufsäule gehen Sie am besten soweit rechts wie möglich – am sichersten sind Sie hinter der Leitschiene!

Notfall was tun?

Wie bedient man eine Notrufsäule? Ganz einfach: Drücken Sie den Notrufknopf!

Damit sind Sie bereits mit der entsprechenden regionalen Überwachungszentrale verbunden. Wir verorten Ihren Standort automatisch. Sie müssen also weder Autobahn und Straßenkilometer noch Fahrtrichtung wissen, was in Notsituationen sicherlich ein Vorteil ist.

Ähnlich funktioniert es im Tunnel: Heben Sie in der Notrufkabine den Hörer ab und geben Sie der Operatorin, dem Operator Ihre Panne/Ihren Unfall bekannt. Alles andere ist uns durch das Aktivieren der Notrufkabine bekannt.

Mit Absetzen des Notrufs startet die Notrufkette im Freiland sowie im Tunnel. Die ASFiNAG informiert die Einsatzkräfte, gibt Ihren Standort und Ursache des Notfalls bekannt, und die Rettungskräfte fahren sofort los, um Ihnen Hilfe zu leisten.

 

Notruf auch für Gehörlose

Gehörlose müssen ebenso im Notfall einen Notruf abgeben können. Die Bedienung der Notrufsäulen ist auch in diesem Fall möglich und unkompliziert. An allen Notrufsäulen sind Aufkleber angebracht, die zeigen, wie das funktioniert.

  • Scannen Sie den QR-Code auf dem Aufkleber mit Ihrem Smartphone. Dazu haben Sie am besten bereits eine App mit einem QR-Code Scanner auf Ihrem Handy installiert.
  • Es wird automatisch eine SMS mit vorgefertigtem Text an die Verkehrsmanagement Zentrale geschickt.
  • Drücken Sie zeitgleich den Notrufknopf. Damit wissen wir sofort, wo genau Sie sich befinden.
  • Die restliche Kommunikation erfolgt über SMS.

Gut zu wissen: Sie können auch einen Text an die am Infokleber angegebene Rufnummer senden und den Notrufknopf drücken.

 

Sind Notrufsäulen im Zeitalter des Smartphones überhaupt noch notwendig?
Wenn der Empfang mal weg bleibt oder das Handy durch die Wucht eines Aufpralls nicht mehr aufzufinden ist, sind die Notrufsäulen eine sichere und bewährte Alternative. Lieber eine Möglichkeit des Notrufs mehr als weniger.

 

Die Vorzüge von Notrufsäulen auf dem Punkt

  1. Genaue und schnelle Ortung der Notrufe
    Bei jedem Anruf von einer Notrufsäule bekommt die Operatorin/der Operator in der Überwachungszentrale sofort die Standortkoordinaten am Bildschirm auch grafisch dargestellt. Man weiß also genau, wo sich die oder der Hilfesuchende befindet (Tunnel, Autobahn, Fahrtrichtung, Notrufsäule mit Bezeichnung der Kilometerangabe in einem Streckenbild).
  2. Paralleles Bearbeiten mehrerer Notrufe
    Das Notrufsystem ermöglicht auch die Parallel-Annahme mehrerer, gleichzeitig eintreffender Notrufe. Damit ist auch in diesem Fall sichergestellt, dass eine rasche Hilfeleistung nicht durch Warten auf eine freie Leitung verzögert wird.
  3. Konferenzschaltung mit Feuerwehr, Polizei, Rettung, Autofahrerclubs
    Die Mitarbeiter*innen in den Überwachungszentralen können eine sofortige Konferenzschaltung und Weiterleitung zu anderen Notrufträgern wie Feuerwehr, Polizei Rettung, aber auch zu Pannendienstorganisationen wie ÖAMTC oder ARBÖ tätigen. Da Mitarbeiter*innen alle lokalen Telefonnummern sofort griffbereit haben, ist sichergestellt, dass die Hilfestellung im Falle einer Panne oder eines Unfalls so rasch wie möglich in die Wege geleitet werden kann.
  4. Schnelle Beschallung im Tunnel im Ereignisfall (auch per UKW Einsprache möglich)
    die Operator*innen die den Notruf in der Überwachungszentrale entgegen nehmen, können bei Bedarf per Mausklick in den jeweiligen Tunnel einsprechen bzw. auch via UKW-Funk mit den Autofahrer*innen im Tunnel Kontakt aufnehmen und zum Beispiel vor Hindernissen warnen.

All diese Gründe zeigen, dass Notrufsäulen weiterhin ihre Berechtigung haben – trotz Handyzeitalter.

 

Im Notfall zählt jede Sekunde
Wie dramatisch Notfälle auf unseren Autobahnen und Schnellstraßen aussehen können, wissen auch die Kolleg*innen aus den Autobahnmeistereien aus eigener Erfahrung.
Für die Betroffenen selbst ist jede Minute des Wartens eine zu viel. Das aktive Zutun anderer Verkehrsteilnehmer*innen ist hier wirklich wichtig. Leisten Sie Erste Hilfe! Den einzigen Fehler den Sie machen können, ist nichts zu tun!

Oft ist es auch eine große Hilfe bei den verletzten Personen zu bleiben bis die Rettungskräfte vor Ort sind, mit ihnen sprechen und zu zeigen, dass jemand da ist.

 

Quelle: ASFiNAG

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