Das Warn- und Alarmsystem

  • Warn- und Alarmsystem © Die Helfer Wiens / W24

Wissen Sie was zu tun ist, wenn die Sirenen heulen?

Im Katastrophenfall kann die Behörde die ÖsterreicherInnen über herannahende oder akute Gefahren mit Hilfe der Sirenen warnen.

Damit die Bevölkerung mit den verschiedenen Warn- und Alarmsignalen vertraut ist, findet jedes Jahr am ersten Samstag im Oktober die österreichweite Sirenenprobe statt.

Für den Katastrophenfall sind in Österreich drei verschiedene Signale definiert:

WARNUNG:

Ein gleich bleibender Dauerton in der Länge von 3 Minuten bedeutet "Warnung". Dieses Signal wird ausgelöst, wenn die Bevölkerung vor herannahenden Gefahren im Zuge von Elementarereignissen oder technischen Katastrophen gewarnt werden soll.

Richtig reagiert:

Aufenthalt im Freien möglichst beenden, Radio und/oder TV einschalten (österreichischen Sender wählen!), Anweisungen der Behörden beachten.

 

ALARM:

Ein auf- und abschwellender Heulton von mindestens 1 Minute Dauer bedeutet "Alarm". Die Gefahr steht unmittelbar bevor. Alarm kann je nach Bedrohungssituation für das unmittelbar betroffene Gebiet und seine Umgebung oder auch für einen größeren Bereich gegeben werden.

Richtig reagiert:

Radio/TV eingeschaltet lassen, auf Lautsprecherdurchsagen achten, Anweisungen der Behörden befolgen. Spätestens jetzt den Aufenthalt im Freien beenden.

 

ENTWARNUNG:

Ein gleich bleibender Dauerton von 1 Minute (nach vorherigem Signal "Warnung") bedeutet "Entwarnung". Damit ist die unmittelbare Gefahr zu Ende.

Richtig reagiert:

Weitere Anweisungen und Informationen durch die Behörden beachten.

 

SIRENENPROBE:

Damit die Bevölkerung mit den verschiedenen Warn- und Alarmsignalen vetraut ist, findet jedes Jahr am ersten Samstag im Oktober die österreichweite Sirenenprobe statt.

 

Ziel des Warn- und Alarmsystems

Ziel des Warn- und Alarmsystems ist die Warnung der Bevölkerung vor herannahenden Gefahren und die Alarmierung von Einsatzkräften (Feuerwehr, Rettung, Polizei, etc.). In Großstädten wie Wien, wo Katastrophen- und Rettungsdienste rund um die Uhr einsatzbereit und mit einem eigenen Nachrichtenwesen ausgestattet sind, bleibt der Einsatz der Sirenenanlagen auf die Warnfunktion beschränkt.

 

So funktioniert das Wiener Warn- und Alarmsystem

Technik

Das Wiener Warn- und Alarmsystem besteht derzeit aus

  • 180 elekronischen und pneumatischen Sirenenanlagen, die zumeist auf den Dächern öffentlicher Gebäude montiert sind
  • einem zentralen Steuerungscomputer, der über vier Funkrelaisstationen mit sämtlichen Sirenen vernetzt ist. Dieser Überwacht das System rund um die Uhr und befindet sich in der Katastrophenleitzentrale im Wiener Rathaus. Sollte er ausfallen, übernimmt automatisch ein Ersatzrechner in der Zentralfeuerwache Am Hof seine Funktion.

 

Sirenenstandorte in Wien, zum vergrößern klicken Sie bitte auf das Bild.

Sirenenstandorte ©wien.at

Quelle: www.wien.at

 

Die Auslösung des Alarms erfolgt durch codierte Funksignale und ist

  • einzeln,
  • bezirksweise,
  • katastrophensprengelweise und
  • gesamt möglich.

 

Die Auslösung der Sirenen

So ist die Auslösung organisiert:

  1. Eintritt des Ereignisses
  2. Einberufung von Krisenmanagement bzw. Einsatzleitung
  3. Entscheidung über Auslösung des Alarms
  4. Informieren der Bevölkerung über Rundfunk und Fernsehen
  5. Auslösen der Sirenensignale

 

Organisation

Für das Funktionieren und die Bedienung der Anlagen sorgen die Fachdienststelle für Nachrichtentechnik. (Systemerrichtung und technische Betriebsführung) und die Wache Rathaus (Bedienung des Systems).

 

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