Computerkriminalität

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Wissen Sie was Viren, Würmer und Trojaner sind? Was Phishing bedeutet oder wie Sie sicher im Internet einkaufen können? Wie Sie im Internet Abzocken entgehen können oder Sicher auf Facebook "posten" und "liken" können?

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten der Internetkriminalität zum Opfer zu fallen, wie können Sie dem vorbeugen und Ihren PC vor Viren und dergleichen schützen?

 

 

 

Viren, Würmer und Trojaner

Es gibt mittlerweile zahlreiche Schädlingsprogramme für Ihren Computer. Malware (engl. Kunstwort aus "malicious" und "Software") bezeichnet Computerprogramme, welche unerwünschte oder sogar schädliche Funktionen auf Ihrem PC ausführen. Das erste Computervirus wurde 1986 auf einem Großrechner der FU Berlin entdeckt. Ab diesem Zeitpunkt und der Weltweiten Vernetzung durch das Internet, bahnen sich Viren und Würmer ihren Weg in unsere PC's . Im Jahr 2000 verbreitete sich der Computer Wurm "Loveletter" explosionsartig per E-Mail und richtete weltweit Schäden in Milliardenhöhe an. Doch wie gefährlich sind sie wirklich und wie arbeiten diese schädlichen Programme?

Welche Arten von schadhaften Programmen gibt es?

  • Computerviren: Sie sind die älteste Art der Schädlingsprogramme und verbreiten sich, indem sie Kopien von sich selbst in Programme, Dokumente und Datenträger schreiben.
  • Computerwurm: Dieser ähnelt dem Computervirus. Der Wurm verbreitet sich aber direkt über das Internet oder Netzwerke und versucht so, in andere Computer einzudringen.
  • Trojanisches Pferd: Der Trojaner ist (meist) eine Kombination aus einem nützlichen Wirtsprogramm mit einem versteckten, bösartigen Teil. Im Hintergrund werden ohne Wissen des Anwenders andere Funktionen erfüllt. Der Trojaner verbreitet sich nicht selbst, sondern wirbt mit der Nützlichkeit seiner Wirtsprogramme für eine Installation durch den Benutzer.
  • Backdoor ist eine Schadfunktion, welche durch Viren, Würmer und Trojaner installiert wird. Sie ermöglicht Dritten einen unbefugten Zugang zum Computer. Backdoors werden oft dazu genutzt, um den infizierten Computer als Spamverteiler zu missbrauchen.
  • Spyware: Hier wird wieder durch eine nützliche Software die Spyware installiert. Spyware ist ein Programm, welches Informationen über die Tätigkeit des Benutzers sammelt und an Dritte weiterleitet.
  • Adware: Sie wird gleich wie die Spyware installiert, und startet ungewollte Funktionen, die der Werbung oder auch Marktforschung dienen.
  • Scareware: Dieses Programm soll den Benutzer verunsichern und zeigt gefälschte Warnmeldungen über angeblichen Virenbefall an. Das Programm schläft gleichzeitig eine käuflich zu erwerbende Software vor.

 

Wie schützt man sich vor Schädlingsprogrammen?

Kein PC ist heute zu 100% vor Viren geschützt. Durch das Internet, Netzwerke sowie Wechseldatenträger (USB-Stick, CD, DVD, etc.) verbreiten sich Viren sehr schnell.

  • Sichern Sie regelmäßig Ihre Daten, am besten sichern Sie diese auf einer externen Festplatte oder einer DVD (Achtung: Haltbarkeit einer DVD beachten)
  • Archivieren Sie gekaufte oder geladene Programme
  • Seien Sie misstrauisch bei E-Mails mit Dateianhängen, selbst wenn Sie den Absender persönlich kennen
  • Aktualisieren Sie Ihr Virenprogramm so oft als möglich und aktivieren Sie die automatischen Updates
  • Führen Sie regelmäßig Updates Ihres Betriebssystems aus
  • Installieren Sie immer nur EIN Virenprogramm auf Ihrem Computer, da es sonst zu einer Fehlfunktion Ihres Computers kommen kann
  • Aktivieren Sie Ihre Firewall
  • Installieren Sie bei Bedarf ein Anti-Spyware-Programm
  • Speichern Sie Ihre Passwörter nicht am PC

 

Anzeichen einer Virusinfektion Ihre Computers

  • Unvorhergesehene Meldungen auf dem Bildschirm oder Wiedergabe von Audiosignalen
  • Das Betriebssystem stürzt häufig ab
  • Das Betriebssystem startet nicht mehr
  • Das CD-ROM Laufwerk öffnet und schließt sich von alleine
  • Programme starten selbstständig
  • Freunde und Bekannte erhalten Nachrichten von Ihrer E-Mail Adresse, die Sie nicht abgeschickt haben
  • Der Computer ist beim Arbeiten und starten von Programmen sehr langsam
  • Dateien und Ordner verschwinden oder der Inhalt verändert sich

 

Wie kann man den Virus "bekämpfen"?

  • Bleiben Sie ruhig
  • Trennen Sie die Internetverbindung. Am besten stecken Sie das Internet Kabel bei Ihrem PC ab oder trennen eine mögliche W-LAN Verbindung
  • Trennen Sie Ihren PC vom Netzwerk, um andere Computer nicht zu gefährden, findet das Antivirusprogramm ein Schadprogramm, verschieben Sie es in Quarantäne, so wird der Virus isoliert. Bietet Ihr Antivirusprogramm keine Quarantäne, dann benennen Sie den Virus um oder löschen in
  • Wenn Ihre Datensicherung nicht komplett sein sollte, legen Sie ein neues Backup an, ohne jedoch das alte Backup zu löschen
  • Wenn Sie nur einzelne Dateien sichern möchten, tun Sie dies am besten auf einem leeren USB-Stick bzw. einer leeren externen Festplatte, bitte beachten Sie, dass diese Dateien trotzdem mit dem Virus infiziert sein könnten

Sollte Ihr PC trotz der Isolierung bzw. Löschung des Schädlingsprogramms noch immer nicht richtig funktionieren, wenden Sie sich bitte an einen Fachmann!

 

 

 

Phishing

"Phishing" ist ein englisches Kunstwort, das sich an Fishing (Angeln) und Passwort, also das "Angeln nach Passwörtern", anlehnt. Beim Phishing versuchen Internet-Betrüger mittels gefälschten E-Mails und Websites an die Passwörter der Internetnutzer zu gelangen. Bevorzugte Angriffsziele für Phishing-Betrüger sind: Banken (Onlinebanking), Bezahlsysteme (PayPal, etc.), Versandhäuser, Autkionshäuser oder Singlebörsen.

 

Wie kann man sich davor schützen?

Banken, Bezahlsysteme oder Versandhäuser werden Sie niemals per E-Mail nach Ihrem Passwort fragen.

 

Was tun, wenn man sich nicht sicher ist, ob es sich um Phishing-Mails handelt?

Am besten fragen Sie telefonisch bei der jeweiligen Bank, Online-Shop, etc. nach!

 

Wie erkennt man Phishing-Mails oder Webseiten rechtzeitig?

  • Mittlerweile bieten laufend aktualisierte Antivirenprogramme einen guten Schutz gegen Phishing Attacken. Auch einige E-Mail Programme und Browser, wie z.B. Internet Explorer und Mozilla Firefox, warnen vor Phishing-Seiten.
  • Wenn Sie ein E-Mail von Ihrer Bank bekommen und Sie mit "Sehr geehrter Kunde" angesprochen werden, obwohl Ihr Name der Bank bekannt ist, ist dies eine weitere Möglichkeit Phishing-Mails zu erkennen.
  • Sie werden aufgefordert eine Webseite zu besuchen, welche der "echten Webseite" täuschend ähnlich sieht und zur Eingabe Ihrer Zugangsdaten aufgefordert.
  • Achten Sie auf eine korrekte Rechtschreibung in E-Mails und auf Webseiten

 

 

 

Sicherheit beim Online Shopping

Mittlerweile werden Waren aller Art, egal ob Schuhe, Kleidung oder Elektronikartikel bevorzugt über das Internet gekauft. Spezielle Preissuchmaschinen und günstige Online-Angebote machen das Shoppen im Internet immer attraktiver. Doch nicht immer entpuppt sich das Internet-Schnäppchen als tatsächlich günstiger Kauf. Es gibt einige Fake-Shops die mit sagenhaft günstigen Schnäppchen werben, doch wenn man die Ware einmal bestellt und bezahlt hat, kommt sie dann meist nie Zuhause an.

 

Wie kann man sicher im Internet einkaufen?

  • Suchen Sie im Internet nach Kundenmeinungen oder Rezensionen zum jeweiligen Online-Shop
  • Vergleichen Sie das gewünschte Produkt in Preissuchmaschinen
  • Sind auf der Webseite des Shops die Angaben zu Impressum, Datenschutzerklärungen und AGB enthalten?
  • Wird die Telefonnummer, Adresse oder E-Mail Adresse angegeben, um mit dem Shop in Kontakt treten zu können?

 

Wird man auf das Widerrufsrecht/Rückgaberecht hingewiesen?

  • Laut dem Fernabsatzgesetz können Sie innerhalb von 7 Werktagen ab Vertragsabschluss bzw. ab Erhalt der Ware ohne Angabe von Gründen von Ihrem Kauf zurücktreten. Sollten Sie nicht auf das Widerrufsrecht hingewiesen werden, verlängert sich die Frist auf 3 Monate.
  • Das Fernabsatzgesetz gilt unter anderem nicht für Zeitschriften Abos, entsiegelter Software, Spezial-Anfertigungen und bei Lieferungen, die sich nicht für den Rücktransport eignen.
  • Sofern es nicht anders mit dem Anbieter vereinbart wurde, muss der Konsument die Kosten für den Warenrückversand tragen.

 

Welche Zahlungsarten werden Angeboten?

  • Achten Sie beim Bezahlen im Internet stets auf eine sichere und verschlüsselte Verbindung. Durch " https:// " am Anfang der Internetadressleiste erkennt man eine sichere Verbindung.
  • Wenn Sie mit Kreditkarte bezahlen achten Sie auf das gesicherte Kreditkartenzahlungsverfahren "MasterCard Secure Code" bzw. "Verified by VISA".
  • Versenden Sie niemals Bargeld als Briefsendung.

 

Beachten Sie die Versandkosten

  • Wie hoch sind die Versandkosten?
  • Fallen eventuell Nachnahmegebühren an?
  • Beachten Sie unter Umständen den Zoll bzw. die Steuern, wenn Sie im Ausland bestellen!

Achten Sie auf das österreichische E-Commerce Gütezeichen. Dadurch erkennen Sie sofort seriöse Onlineshops. Diese Shops haben strengere Auflagen zum Konsumentenschutz.

Bei Versteigerungen im Internet gilt das Konsumentenschutzgesetz grundsätzlich nicht, daher gibt es auch kein Rücktrittsrecht. Die Gewährleistung fällt bei Auktionen ebenfalls weg, wenn es sich bei dem Verkäufer um eine Privatperson und keinen Händler handelt.

 

 

 

Internet Abzocke

Täglich werden immer mehr Internetbenutzer mit vermeintlichen "Gratis-Angeboten" auf Webseiten gelockt. Die Angebote klingen vielversprechend, vor allem wenn man in Eile ist und gerade Hausaufgaben, Referate, Songtexte oder gratis SMS sucht. Damit man jedoch dieses "Gratis-Angebot" auch nutzen kann, wird man aufgefordert sich zu registrieren und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) zu akzeptieren. Die Anbieter solcher Internetseiten verstecken die Preisangaben zu den "kostenlosen" Diensten meistens so gut, dass man diese beim schnellen Durchlesen nicht bemerkt. Und dann - genau an dem Tag an dem das Rücktrittsrecht abläuft - bekommt man per E-Mail die Rechnung für die in Anspruch genommenen Leistungen.

 

Wie kann man sich vor gefälschten "Gratisseiten" schützen?

  • Seien Sie bei "Gratis-Angeboten" stets misstrauisch
  • Wenn Sie aufgefordert werden, sich mit Ihren persönlichen Daten zu registrieren, lesen Sie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB)
  • Es gibt einen kostenlosen "Linkscanner" welcher die Internetseiten selbst oder über Suchmaschinen scannt und Warnungen über das Ampelprinzip bereitstellt. Die Bewertung der einzelnen Seiten erfolgt durch Nutzer und zahlreiche zuverlässige Quellen. Den Linkscanner sowie eine Liste an gefährlichen Internetseiten finden Sie auf der Homepage der Arbeiterkammer.

 

Wie kann man solche Internetseiten erkennen?

  • Seien Sie vorsichtig, wenn Sie vor Inanspruchnahme von Gratisleistungen Ihre persönlichen Daten bekannt geben müssen
  • Auf der Seite wird mit Gewinnspielen geworben, bei denen die Teilnahme nur durch eine Registrierung erfolgt
  • Die AGB müssen mit einem "Hakerl" akzeptiert werden

 

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

  • Kinder unter 14 Jahren sind unmündig und nicht geschäftsfähig, daher liegt auch kein gültiger Vertrag vor
  • Bei Jugendlichen unter 18 Jahren ohne eigenem/ausreichendem Einkommen liegt ebenfalls kein gültiger Vertrag vor
  • Lassen Sie sich nicht mit Drohungen wegen "Betruges" (falsche Angabe des Geburtstages) unter Druck setzen

 

Was kann man tun, wenn man doch eine Zahlungsaufforderung bekommen hat?

  • Lassen Sie sich durch Drohungen mit Inkassobüros keinesfalls einschüchtern
  • Wenden Sie sich an eine Konsumentenberatungsstelle (z.B. Internet Ombudsmann, Arbeiterkammer, etc.)
  • Senden Sie einen Musterbrief an die jeweilige Internetfirma, indem Sie z.B. darauf hinweisen, dass bei dem Vertrag nicht klar auf die Entgeltpflicht hingewiesen wurde
  • Heben Sie eine Kopie des Schreibens auf und versenden Sie den Musterbrief als Einschreiben und heben Sie auch den Aufgabeschein gut auf
  • Nach diesen Schritten brauchen Sie auf keine weitere Forderung mehr reagieren

 

 

 

Tipps zur sicheren Facebook Nutzung

Facebook ist mittlerweile das bekannteste Soziale Netzwerk der Gegenwart und somit in aller Munde. Zirka 3,5 Millionen ÖsterreicherInnen sind bereits bei Facebook registriert und "posten" täglich tausende Bilder und Statusmeldungen. Doch Vorsicht, ohne bestimmte Privatsphäre-Einstellungen, kann fast jeder Ihre Meldungen verfolgen oder Fotos ansehen. Beiträge, aber vor allem Fotos lassen sich nur schwer wieder aus dem Internet löschen. Das kann insofern unangenehm werden, da immer mehr Personalchefs auf Informationen, welche auf Facebook sichtbar sind, zurückgreifen. Hier sind einige Dinge, die Sie unbedingt beachten sollten, wenn Sie auf Facebook registriert sind oder sich anmelden wollen:

 

Was darf man "posten"?

Man sollte nur Beiträge posten, die auch wirklich von allen gelesen werden können.

 

Fotos:

Auch Fotos sollten nur mit Vorsicht ins Internet hochgeladen werden, da sich Fotos sehr schwer wieder löschen lassen. Also am besten erst keine peinlichen Fotos hochladen.

 

Verlinkungen:

Wenn Sie ungewollt auf einem Foto verlinkt werden, entfernen Sie diese Verlinkung bei dem jeweiligen Foto durch "Markierung löschen" hinter Ihrem Namen oder melden Sie dieses Foto.

 

Freigabe von Informationen:

Überprüfen Sie die Freigabe von Statusmeldungen, Fotoalben und persönlichen Informationen. Bei den Voreinstellungen sind die "geposteten" Inhalte für alle zusehen, daher ist es wichtig, dass Sie die Sichtbarkeit Ihrer persönlichen Daten, Kontaktinformationen, sowie Fotos und Beiträge auf Ihre Freunde zu beschränken.

Und so funktioniert's:

Konto -> Privatsphären Einstellung -> "nur Freunde"

 

Öffentliche Suche:

Wer sich bei Facebook neu registriert, kann kurz danach über Suchmaschinen, wie Google, Yahoo, etc. gefunden werden. Wer das nicht möchte, muss die "öffentliche Suche" deaktivieren.

Und so funktioniert's:

Konto -> Privatsphäre Einstellungen -> Einstellungen -> Anwendungen, Spiele, Webseiten -> öffentliche Suche -> Einstellung deaktivieren

 

Profilvorschau:

Mit der Profilvorschau können Sie sich immer im Klaren darüber sein, wie das eigene Profil für nicht befreundete Nutzer aussieht.

Und so funktioniert's:

Konto -> Privatsphäre Einstellung -> Benutzerdefinierte Einstellung -> Vorschau auf mein Profil

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