CO (=Kohlenstoffmonoxid) - die tödliche Gefahr!

  • CO © Lebensministerium

Kohlenmonoxid ist ein gefährliches, giftiges Gas, welches trotz vieler verletzter und tödlich verunglückten Personen unterschätzt bzw. nicht erkannt wird.

CO-Vergiftungen treten nicht nur bei Gasfeuerstätten auf, sondern auch bei Feuerstätten, welche mit flüssigen oder festen Brennstoffen betrieben werden. Es wird häufig als stiller Mörder bezeichnet, da es weder Geruch noch Geschmack besitzt und nicht zu sehen ist. Genau wie Sauerstoff wird CO beim normalen Atmungsvorgang über die Lungen vom Körper aufgenommen. Es steht im Wettstreit mit dem Sauerstoff, indem es diesen in den roten Blutkörperchen verdrängt und damit die Sauerstoffversorgung von Herz, Gehirn und anderen Lebenswichtigen Organen verringert. In hoher Konzentration tötet CO innerhalb von Minuten.

Viele Fälle gemeldeter Kohlenmonoxid-Vergiftungen zeigen, dass die Opfer sich zwar bewusst sind, dass es ihnen nicht gut geht, dass sie aber die Orientierung verlieren und sich nicht retten können, z.B. durch Verlassen des Gebäudes oder durch rufen nach Hilfe. Besonders im Schlaf ist die Wirkung gefährlich, da das Opfer normalerweise nicht aufwacht.

 

Symptome einer CO-Vergiftung

Folgende Symptome können auf eine CO-Vergiftung hindeuten. Deshalb sollten Sie alle Bewohner des Haushalts kennen:

  • Milde Einwirkung: Leichte Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit (häufig als "grippeähnliche" Symptome beschrieben).
  • Mittlere Einwirkung: Starke, pochende Kopfschmerzen, Benommenheit, Verwirrungsgefühl, Herzrasen.
  • Extreme Einwirkung: Bewusstlosigkeit, Krämpfe, Herz und Lungenversagen, Tod.

 

Richtiges Verhalten bei Verdacht auf einen CO-Austritt

  • Öffnen Sie zur Lüftung Ihrer Wohnung alle Türen und Fenster, schalten Sie alle Geräte aus.
  • Alle Personen müssen schnellstmöglich die Räume bzw. das Gebäude verlassen - wichtig ist Frischluft!
  • Gegebenenfalls Erste-Hilfe-Maßnahmen einleiten.
  • Notruf absetzen (FEUERWEHR 122, RETTUNG 144)
  • Die Einsatzkräfte über die Möglichkeit einer erhöhten CO-Konzentration informieren.

 

Mögliche Kohlenmonoxid Quellen

  • Gasthermen
  • Abzugsstörungen
  • Bauliche Schäden an Rauchfängen
  • Verschmutzte Feuerstätten
  • Rauchfangbrand
  • Wasserpfeifen bzw. Zigaretten
  • Motorbetriebene Werkzeuge (Motorsäge)
  • Notstromaggregate
  • Brände
  • Tiefgaragen
  • Pellets Lagerräume

 

Vermeidung von CO-Unfällen

  • Im Fachhandel erhältlich sind CO-Warngeräte (CO-Melder) für den Hausgebrauch.
  • Lassen Sie regelmäßig den Kohlenmonoxid-Gehalt der Abgase von Feuerstätten durch den Rauchfangkehrer überprüfen.
  • Auch eine regelmäßige Service-Durchführung des Gasfeuerungssystems durch einen Fachbetrieb ist wichtig.
  • Bei nachträglichen Einbauten von dichteren Fenster, Türen, Rollläden, Ventilatoren, Dunstabzugshauben, Klimaanlagen etc. sollten Sie einen Rauchfangkehrer kontaktieren.
  • Auch bei gleichzeitigem Betrieb eines Ofens im Wohnraum und der Verwendung einer Dunstabzugshaube kann eine gefährliche CO-Konzentration entstehen.
  • Durch unsachgemäße Lagerung von Holzpellets kann ebenfalls Kohlenmonoxid entstehen - sorgen Sie auch hier für eine wirksame Lüftung.

 

Kohlenmonoxid - 365 Tage Gefahr

Die Gefahr einer Kohlenmonoxid-Vergiftung besteht das ganze Jahr über, nicht nur in der "Heizsaison". Da im Sommer die Rauchfänge nur geringen bis keinen Auftrieb aufweisen und die Feuerstätten nur für Warmwasserbereitstellung verwendet werden, ist CO auch im Sommer eine Gefahr.

Tipp: Bei Benutzung von Gasthermen bei sommerlichen Temperaturen sollten Sie immer ein Fenster geöffnet haben.

 

Quelle: Sprue Safety Products Ltd. (Hersteller der FireAngel CO-Melder)

            www.co-vergiftung.at

zurück