Tipps für's sichere Rodeln

  • Rodeln © Die Helfer Wiens

Schneebedeckte Hügel und Hänge locken Groß und Klein auf die Piste. Neben Skifahrern und Snowboardern erfreut sich gerade auch das Rodeln und Bobfahren in Österreich großer Beliebtheit. Doch ein lustiger Rodelausflug im verschneiten Winterwald kann schnell in der Notaufnahme enden, wenn Selbstüberschätzung und schlechte Vorbereitung zu Unfällen führen. Das KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) rät daher allen Rodlern auf gute Ausrüstung hinsichtlich Kleidung und Art der Rodel, angepasste Geschwindigkeit und sichere Rodelstrecken zu achten.

Zahlreiche Verletzte jedes Jahr

Jedes Jahr verunglücken in Österreich rund 5.000 Personen beim Rodeln oder Bobfahren so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen. "Obwohl sich beim Rodeln im Vergleich zum Skifahren und Snowboarden relativ wenige Unfälle ereignen, sind diese nicht minder gefährlich. Auch beim Rodeln gilt die Devise: Übermut tut selten gut. Besonders leichtsinnig ist es beispielsweise, liegend mit dem Kopf voran zu rodeln oder Rodeln zusammenzubinden und gemeinsam mit anderen in der Kolonne die Piste hinunterzufahren", so DI Klaus Robatsch vom KFV.

 

Richtiges Bremsen will gelernt sein

Generell sollte man nur auf dafür vorgesehenen Strecken und Hängen rodeln. In vielen Wintersportgebieten gibt es bereits eigens dafür angelegte Rodelpisten. Auf keinen Fall sollten schneebedeckte Straßen oder Forststraßen gewählt werden, die nicht zum Rodeln freigegeben sind und auch Skipisten eignen sich nicht als Rodelstrecken.

Besonders wichtig ist es, effektiv bremsen und steuern zu können. Die richtige Bremstechnik will gelernt sein: So sollte man nicht nur mit den Fersen bremsen, sondern mit der gesamten Fußsohle. Die Füße dabei dicht an die Kufen stellen und die Rodel erforderlichenfalls vorne nach oben ziehen. Auch das Kurvenfahren - vor allem unter hoher Geschwindigkeit - muss man üben. Am besten ist es, sich vor der Abfahrt mit der Rodel vertraut zu machen.

 

Auf die richtige Ausrüstung kommt es an

Auch beim Rodeln sind die richtige Vorbereitung und Ausrüstung das Um und Auf. Leider sind viele Rodler nur mangelhaft ausgerüstet. Sie tragen weder Skibrille noch feste Schuhe oder Helm. Dabei kann ein Helm gerade Kinder vor schweren Kopfverletzungen schützen.

Auch die Wahl der richtigen Rodel ist essentiell: Für Kinder besonders geeignet sind Plastikbobs, die über eine Spurführung sowie eine Brems- und Lenkeinrichtung verfügen. Beim klassischen Holzschlitten ist das Lenken schwieriger. Zudem kann man sich bei einem Sturz leicht an dem harten Gestellt und den Kufen verletzen. Abzuraten ist von aufblasbaren Rodeln. Sie erreichen schon bei flachen Strecken sehr hohe Geschwindigkeiten, weil die Auflagefläche kaum in den Schnee eintaucht. Oft haben Sie keine Rillen und daher auch keine Spurführung und können leicht ins Drehen geraten - Steuern und Bremsen ist dann überhaupt nicht mehr möglich.

 

KFV-Sicherheitstipps:

  • Helm und Skibrille tragen
  • Wintersportbekleidung inkl. Handschuhe tragen
  • Feste Schuhe mit Starkem Profil
  • Korrektes Bremsen üben
  • Kurvenfahren je nach Rodel üben
  • Plastikbobs sind Spielzeuge und keine Sportgeräte!
  • Rücksichtnahme auf andere Rodelbahnbenutzer
  • Beachten von Sperren und Warnungen
  • Verwendung guter Ausrüstung
  • Aufstieg nur am Rand und hintereinander
  • Kontrolliert auf Sicht fahren
  • Abstand halten
  • Aufmerksam machen
  • "Zusammenwarten" nur an übersichtlichen Stellen
  • Rodeln auf Skipisten ist gefährlich und verboten
  • Keine Hunde
  • Keine Beeinträchtigung durch Alkohol oder Medikamente
  • Bei Unfällen Erste Hilfe leisten

 

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